Was bedeutet Spiritualität im Yoga und warum „Guru“?

Yogaübungen helfen auf körperlicher & geistiger Ebene, das ist inzwischen bekannt und öffentlich anerkannt. Mittlerweile übernehmen anteilig einige Krankenkassen Präventivkurse, wenn die Inhalte einer Yogalehrer Ausbildung entsprechende Richtlinien folgen.

Einige Menschen vertreten die Meinung, dass Spiritualität etwas “ Guruhaftes“ ist und wollen sich ungern vor einen Altar oder einem Bild setzen und dankbare Gesten vor Beginn einer Yogastunde ausführen.

Obgleich diese Gesten doch für ganz viele Menschen etwas ungemein beruhigendes vermitteln, muss Yogapraxis nicht immer auf diese Weise geschehen um mit einer Yogastunde zu beginnen.

Spiritualität im modernen Alltag ist nichts „Guruhaftes“, sondern ein Weg zu Erkenntnissen, die Umwelt und sich als Mensch mal von einer anderen Seite zu betrachten.

Spricht Yoga von „Universum“ & reinem Bewusstsein“ , sind dies Begriffe die helfen zu verstehen was hinter allem steckt.

Während unsere Sinneseindrücke über den Körper Informationen an unseren Geist zur Weiterverarbeitung leitet, formen sich Gedanken und Manifestationen die uns und alles drumherum beeinflusst.

Der Ursprung des Erfinders beginnt also in unserem Geist, dem Intellekt, dem einfachen Denken voraus.

Um sich mit jahrtausendalter Philosophie und den alten Schriften zu beschäftigen, bedarf es eine Portion Neugier & Interesse den Dingen auf den Grund zu gehen.

Erst mit neu erworbenen Kenntnissen daraus, wird jedem klar was im Bezug auf Yoga mit dem Wort „Universum“ wirklich gemeint ist.

Es gibt abertausende Bücher und Artikel über Yogaweisheiten wie es abertausend Geschmäcker gibt.

Das Buch von Kankyo Tannier (Amazon Link), die ich während meiner Yogalehrer Ausbildung kennenlernen durfte, ist mein absoluter Favorit.

Die Autorin ist gebürtige Französin und lebt seit über 15 Jahren in einem buddhistischen Kloster in Frankreich. Modern, humorvoll & leicht geschrieben, hat sie dieses Buch verfasst, welches ich für alle Interessierten sehr empfehlen möchte.

Hinweis: Siddharta Gautama der „Bhudda“ war ein indischer Prinz der auf Reichtum und Luxus verzichtete, um Antworten zu bekommen, wie man Leiden überwindet und wahre Freiheit erlangt.

Zu guter Letzt hier noch für alle die es nicht wussten und wissen möchten:

“ Guru“ bedeutet aus dem Sanskrit einfach übersetzt “ Lehrer“ und “ Bhudda“ aus dem Sanskrit “ Der Erleuchtete“.

Ich wünsche allen sehr viel Freude mit dieser fesselnden Lektüre🕊

Verknoten um jeden Preis? Was würden die alten Yogis dazu sagen?

Um die Wirkung der Yogapraxis zu erfahren, musst du nicht in jede noch so komplexe Körperhaltung hineingehen. In den Medien wird häufig Yoga mit dem Bild der Perfektion, schlanker Menschen in farblich abgestimmter Yogabekleidung dargestellt.

Diese Assoziation der Werbung scheint Menschen anzuziehen und führt sie in die Versuchung sich mit dem Bild zu identifizieren. Sie streben danach und strengen sich für diese ästhetisch aussehende Yogaposition (Asana) an.

Doch Yoga bedeutet Geist und Körper in Harmonie zu bringen. Das Sanskritwort „Asana“ bedeutet im „Rajajoga“ eigentlich Sitzposition. Die alten Yogaweisen die vor tausenden von Jahren versucht haben den Geist zu zähmen erkannten, das stundenlanges Sitzen in der Meditation für den Körper dauerhaft zu anstrengend ist.

So begannen sie ihren Körper zu kräftigen, um ihn für die Meditation gesund und kraftvoll zu erhalten. Es geht im Yoga nicht allein darum Muskeln aufzubauen und ästhetische Yogaposen darzustellen. Es geht um unseren Geist.

Die Mischung daraus ergibt eine wunderbare Ergänzung. Das geht auch ohne rosafarbener Bekleidung. Mit sanften Körperübungen die auch weniger trainiert aussehende Mensch praktizieren können. Die gesundheitlichen Aspekte des Yoga kannst du mit dem „mittleren Weg“ ebenso gut erfahren.

3 gute Gründe um Yoga zu praktizieren! 2 Gründe wann Yogaübungen schaden können.

Die gute Nachricht:

1. Yogaübungen schonen den Körper da keine Stoßbelastungen auf die Gelenke einwirken, wie beispielsweise beim Joggen. Richtig ausgeführt werden Muskeln gestärkt und durch sanfte Dehnungen Spannungen aufgelöst.

2. Die Atmung die zusammen mit den Bewegungsabläufen koordiniert wird, erhöht das Körperbewusstsein schon nach den ersten Stunden. Sich seines Körpers und seines Atems bewusst zu sein, bedeutet weniger Anspannung und die Atmung vertieft sich auf natürliche Weise.

3. Geistig übermäßige Aktivitäten werden spürbar weniger, wenn du entspannt bist.

Nun die schlechte Nachricht:

1. Überdehnungen durch zu viel Ehrgeiz und Ungeduld. Verkürzte Muskeln u.a. verhindern jedoch die Tiefe und Intensität in eine Körperstellung hinein zu gehen.  Einige Menschen versuchen trotzdem weiter zu gehen und richten damit Schaden am Gelenk an.

2. Falsch ausgeführte Asanas (Körperhaltungen) sind z.B.: Der Nacken ist gestaucht oder überstreckt, die Schultern hochgezogen, zu weit im Hohlkreuz, Hüfte und Knie übermäßig falsch verdreht. Dennoch wird die Stellung lang gehalten und verkrampft in krummer Position beibehalten. Muskelkater, Muskelzerrung und unter Umständen kann es dann zu einem Bandscheibenvorfall kommen.

Sanft beginnen und allmählich steigern ist der bessere Weg. Richtig ausgeführte Körperhaltungen beachten, dann werden die Wirkungen des Yoga in allen Aspekten zur Entfaltung kommen.