Zen Meditation

Möchtest du wissen, was sich außerhalb des begrifflichen Denkens befindet und was Meditation ist bzw. nicht ist?

Meditation hat nicht den Zweck Gedanken loszuwerden oder sie mit Konzentration auf ein Objekt krampfhaft zu unterdrücken.

Meditation heißt Gedanken als das zu erkennen, was sie wirklich sind:

Nämlich etwas Vergängliches. Gedanken kommen und gehen. Sie sind mal hartnäckig, mal sanft , schmerzlich, belustigend, ängstlich, ärgerlich und freudvoll…. ect, ect, ect……..

Sie sind mit einer Illusion vergleichbar.

Alle Menschen werden mit einem reinen leeren Geist geboren. Unsere Großeltern und Eltern, unsere Freunde, unsere Lehrer füllten ihn mit allem möglichen. Fürs Leben und für das Überleben… Dennoch:

Nehmen wir Dinge und unsere Gedanken als das an, was sie sind (vergänglich) sind wir in der Lage unsere wahre Natur zu erkennen.

Die der Leerheit und Stille.

Diese Erkenntnis macht es uns leichter mit allem was uns dieses moderne Leben abverlangt, besser umzugehen.

Der Morgen ist wohl die beste Zeit um mit der Meditation zu beginnen.

Setze dich in eine bequeme aufrechte Haltung auf ein Kissen, eine Meditationsbank oder einen Stuhl und senke deinen Blick soweit gen Boden, dass du die Umgebung noch wahrnehmen kannst. ( ein ruhiger und abgeschiedener Ort ist sehr hilfreich)

Du bleibst stets im Gewahrsein dessen was dich umgibt ohne zu bewerten oder etwas verändern zu wollen.

Sei dir der Gedanken bewusst die unweigerlich aufkommen, unabhängig von der Art oder Intensität.

Akzeptiere sie ohne etwas zu verdrängen. Geräusche die dich stören, kannst du bewusst in die Wahrnehmung mitaufnehmen, aber bewerte diese nicht. Liebäugel mit ihnen, nehme sie an. Alles was du fühlst und hörst darf sein und ist in Ordnung.

Konzentriere dich auf deinen Atem. Ein, Aus, natürliche Pause. Ein, Aus, natürliche Pause usw.

Mit dem Ausströmen deines Atems lässt du alle Gedanken, Gefühle, Geräusche, die du zuvor wahrgenommen hast, leichter wieder gehen.

Übe jeden Tag mindestens 15 Minuten. Eine Steigerung der Zeit ist jederzeit natürlich möglich.

Mit jeder Übung mehr, wirst du deine innere Stille mit der du geboren wurdest, (wieder) erfahren.

Wichtiger Hinweis: Lasse dich nicht in Ideen deines Geistes verstricken, indem du deine Sitzmeditation als eine Aufgabe siehst um (d)eine Zukunft zu planen oder um nach Anerkennung zu streben.

Ein „Plan“ ruft immer Bewertungen wie „Erfolg“ oder “ Misserfolg“ auf, die dich wieder im „Denken“ verstricken, was im Falle eines Misserfolgs nur wieder Gefühle wie Enttäuschung hervorruft.

Du wirst mit jeder weiteren Übung immer klarer die Stille im Kern deines Wesens wieder erkennen, wie ein Kind sich vollkommen in seinem Spiel vertieft, ganz ohne etwas darin zukunftträchtiges entdecken zu wollen, es spielt einfach ganz im Augenblick.

Das (wieder) Entdecken ist wie ein leuchtender Stern der schlagartig tiefen inneren Frieden auslöst, die Augen werden weit und du siehst auf einmal ganz klar.


Nun, seit dieser ersten wunderbarsten Erfahrung die „ich“ für einen Augenblick erhaschen durfte, gehört Übung nun täglich zu meiner Morgenroutine!

Auch ohne zu sitzen kannst du üben. Bei jeder Handlung, kannst du Meditation praktizieren, in allem was du gerade tust, wenn du gehst, wenn du schreibst oder das Geschirr abwäscht.

Hier noch eine kleine Hilfestellung : Betrachte den Geist als ein leeres Gefäß, in das im Laufe deiner Lebenszeit Worte, Bilder, Emotionen usw. hineingelegt wurden. Jeglicher Inhalt wird entweder verblassen oder umdefiniert und dann wieder verblassen. Bleibt also nie so wie es zuvor hineingelegt wurde. Eine Emotion beispielsweise ist ebenfalls zeitlich begrenzt. Wut aber auch Freude sind Zustände die aufkreuzen und ebenso wieder verschwinden. So ist es mit allen Gedanken & Gefühlen die sich mehr oder weniger in uns befinden. Was jedoch bleibt ist „Stille“ in der Essenz des Daseins. Es ist unmöglich Stille neu zu definieren oder zu vergessen.